Hier waren sie drinNeulich dachte ich, Mensch Schreibman, Du könntest Dir doch mal eine warme Mahlzeit zubereiten. Du kannst das doch. Musst doch nicht immer nur Brote und abends vor dem Fernseher Studentenfutter und Schokolade.
Nun hatte ich ja schon einmal Eier in einem Topf mit heissem Wasser gekocht, was mir sehr gut gelungen war. Ich hatte gleich mehrere ganz hart gekocht, die konnte man dann auch noch kalt vor dem Fernseher. Denn alleine an den Esstisch sitzen, womöglich noch mit Deckchen und so, iss nich. Das ist echt ätzend und langweilig, nur zu essen, wenn man alleine am Tisch sitzt, ausser man hat eine Zeitung, dann weiss man wenigstens, wo man hinkucken soll. Denn nur auf den Tisch kucken, ob mit oder ohne Deckchen, ist einfach, nee, das fange ich gar nicht erst an.
Bei schönem Wetter kann man natürlich auch hier essen, weil die Küche ist direkt hinter der Tür hinter dem bunten Stuhl, und den Blick in den Garten schweifen lassen. Meistens stellt man dann fest, dass der Rasen bald wieder gemäht werden muss, also das Gelbe vom Ei ist das auch nicht unbedingt, um jetzt mal im Bild zu bleiben.Das war jetzt eine Ausnahme, das mit der warmen Mahlzeit, denn ich war länger in Bewegung als ich am Tisch sass. Will sagen, man kriegt das ziemlich schnell gegessen.
Ich gab also halb Olivenöl und halb Butter in die eigens dafür gereinigte Pfanne und erhitzte. Währenddessen schlug ich drei Eier in eine grosse Tasse, rührte das mit einer Gabel ein bisschen um, bis zumindest die Dotter geplatzt waren. Inzwischen war das Zeug in der Pfanne heiss und ich leerte die Tasseneier rein. Dann schnitt ich schnell eine grosse Tomate klein, kratzte ein bisschen mit der Gabel in der Pfanne rum und schüttete dann, zu einem bestimmten Zeitpunkt, den nur ich kenne und der mein Küchengeheimnis ist, den Tomatenkram drüber. Ich fummelte noch ein bisschen mit der Gabel an den Tomatenteilen rum, dass sie in Bewegung blieben und nur leicht von beiden Seiten angewärmt wurden. Und fertig.
Der Topf links steht noch von den harten Eiern von neulich da. Die Pfanne muss man sich natürlich ganz rund vorstellen, nicht so abgeschnitten wie auf diesem Bild.Das ganze lässt man dann elegant aus der Pfanne auf einen grossen Teller gleiten und kann statt der Tomatenteile auch quer durchgeschnittene halbierte Bananen ohne Schale nehmen.
Ich zeig' die Pfanne lieber doch noch mal ganz, damit man deutlich sieht, dass sie richtig rund und abgeschlossen sein muss, denn auf dem vorigen Bild würde das Zeug ja rechts raus auf den Herd fliessen.Ich glaube, dass man dieses Rezept endlos variieren kann. Werde es demnächst mal mit etwas anderem probieren, was aber vorläufig noch geheim bleibt, sogar mir selber.
Und was den Abwasch betrifft, gibt es nur vier Teile, die man schnell, am besten teilweise schon während des Essens, damit man sich nicht langweilt, abspült, nämlich Pfanne, Tasse, Teller und Gabel. Und zwar unbedingt in dieser Reihenfolge.
Die Gabel jedenfalls zuletzt, weil die braucht man vom Anfang bis zum Ende.
Will man mal chinesisch essen, nimmt man statt eines Gäbelchens einfach ein Stäbelchen.